Opposition gewinnt Wahl in Ungarn haushoch

Nach über 16 Jahren verliert Ungarns Ministerpräsident Victor Orbán die Parlamentswahl ziemlich deutlich gegen die Opposition. Die konservative TISZA-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar schafft es eine Zweidrittelmehrheit zu gewinnen.

Spät am Wahlabend stand eines schon fest: Für die amtierende Fidesz Regierung wird diese Wahl eine herbe Niederlage sein. Bei über fünfzig Prozent der ausgezählten Stimmen stand fest das die Oppositionelle TISZA die Wahl sehr wahrscheinlich haushoch gewinnen würde. Dies gestand Ministerpräsident Orbán für manche überraschend auch ein.

Zusammensetzung des neugewählten Parlaments nach der Wahl am 12. April 2026.

Denn die Opposition und mit dem zukünftigen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar kann sich im neugewählten Parlament vermutlich mit einer Zweidrittelmehrheit komfortabel regieren. Das bedeutet vor allem das durch diese Mehrheit auch Änderungen an der ungarischen Verfassung vorgenommen werden können die vor allem durch die Fidesz Regierung deutlich zu deren Gunsten geändert wurde. Unter anderem kann so auch, wie im Wahlkampf versprochen, gegen Korruption und Vetternwirtschaft vorgegangen werden.

Ziemlich deutliches Ergebnis auch bei der Listenwahl

In Umfragen vor der Wahl hatte TISZA teilweise schon deutlich vor Orbáns Fidesz gelegen. Dies konnte die Oppositionspartei auch in einen Wahlsieg bei den Listenmandaten ummünzen. So wählte eine Mehrheit der Ungarn am 12. April auch außerhalb der Landkreise die Opposition.

Listenwahl am 12. April 2026 in Ungarn.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Beyond Mainstream Network

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen